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“Serafico! Wie schön ist dieses Jüngste Gericht!…”

Sottoserie:

Lettere di Marie Thurn und Taxis a Rainer Maria Rilke

Segnatura:

148

Data completa:

1921 apr. 15

Descrizione:

Briefwechsel: n. 333

Trascrizione:

Serafico! Wie schön ist dieses Jüngste Gericht! Wie seltsam und schön! Ich kann Ihnen gar nicht sagen wie ich auf das Übrige neugierig bin, wie ich mich freue auf ein paar ruhige Tage mit Ihnen - das wird herrlich sein! Und herrlich daß Sie Loučen (diese Schreibart ist mir aber zuwieder) nicht ganz ausschalten! Ich studiere schon jetzt wie ich Sie beherbergen könnte - für den Fall daß es mit dem kleinen Haus, das jetzt leider bewohnt werden mußte, nicht ginge. Ich will Ihnen ein ganz ruhiges Platzl schaffen en cas que. Darüber mehr ein anderes Mal oder mündlich. Heute ist nur ein eiliges Gekratze damit Sie wissen meine nächsten faits et gestes. Ich denke am 21ten nach Wien zu fahren, am 26 oder 27ten von Wien weiter per Auto nach Villach wo ich den Professor der dorten conzertirt deponire - selbst weiter fahre, Triest, Duino (Ay de mi!) und Venedig wo ich 10-12 Tage ruhig bleiben möchte. Dann vielleicht Florenz auf ein paar Tage, Rapallo wo ich meinen Bruder besuche. Von dorten über Mailand nach Rolle meine Enkeln besuchen - das wäre um den 25ten Mai herum, und dann endlich nach Berg - «lo dilettoso monte ch’è principio e cagion di tutta gioia!» Ich nehme Ihren Brief mit um alles genau einzutheilen, werde Ihnen noch schreiben, bis zum 14. ungefähr bin ich im Valmarana, werde Ihnen aber noch meine weiteren Adressen wissen lassen - Ich werde Ihnen auch meine «Souvenirs» schicken lassen, aber eigentlich möchte ich Sie bitten damit zu warten möchte sie mit Ihnen lesen. Wie vieles werden wir nachzuholen haben! - Ich hoffe sehr die Pia zu sehen; vielleicht geht ein Ausflug nach Saonara. Ihre verschiedenen Adressen schicke ich Pascha. Er kommt erste Hälfte Juni, baut sich ein Atelier im Garten - malt merkwürdig. Serafico carissimo ich kann Ihnen nur immer sagen ich freue mich riesig auf Sie! Alles Herzliche; der Professor den Sie hier finden würden, (sowie auch Kassner) läßt sich vielmals empfehlen. In Eile MT Von Alex alles Erdenkliche.
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