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“Serafico carissimo. Ich komme von Tries zurück…”

Sottoserie:

Lettere di Marie Thurn und Taxis a Rainer Maria Rilke

Segnatura:

125

Data completa:

1918 mag. 18

Descrizione:

Briefwechsel: n. 289

Trascrizione:

Serafico carissimo - ich komme von Triest zurück habe das Phantom von Duino gesehen - Nur mehr ein Phantom. Was soll ich Ihnen sagen? Das alles war wie ein Traum, - und wie mir es im Schlaf meistens geschieht, - ich wußte daß es ein Traum ist, und es berührte mich nicht. Das Merkwürdigste in unserem merkwürdigen Leben bleibt doch das eigene unverständliche grenzenlose Herz - le cæur innombrable - Darüber sprechen wir lieber, D. S., wenn ich wie ich sehnlich hoffe, aber noch nicht sicher bin, ende des Monats nach München komme. Ich werde Ihnen noch telegraphiren und Sie bitten mir im Continental ein großes Zimmer mit Jungfer daneben zu bestellen - ich meine ein großes Zimmer um eventuell Jemanden bei mir sehen zu können - oder ein Zimmer mit kl. Salon - was halt zu haben ist. Daß diese zuwiedere Reserl T. dorten ist, ist sehr langweilig ich hoffe sie evitiren zu können. - Pascha kommt heute von Triest zurück - geht nicht nach Sofia, wir wissen nicht wohin er geschickt wird. - Erich will wieder zur Front - so wird mein «Ruhe­intermezzo» nicht lange gewesen sein. Alles alles Herzliche, sagen Sie Kassner daß ich komme, auch Hildebrand möchte ich sehen. MT
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