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“Serafico carissimo. Ich habe dem Kassner einen langen Brief geschrieben…”

Sottoserie:

Lettere di Marie Thurn und Taxis a Rainer Maria Rilke

Data completa:

1918 dic. 03

Descrizione:

Briefwechsel: n. 294

Trascrizione:

Serafico carissimo - Ich habe dem Kassner einen langen Brief geschrieben wo einiges für Sie drinnen war - aber letzthin bekam ich ein Telegramm von ihm der um Nachrichten bat. Ich weiß also nicht ob er meine Zeilen erhalten hat - und probire jetzt Ihnen zu schreiben - nachdem ich dem guten Doctor telegrafirt habe. Bitte ihm auf alle Fälle von uns zu sagen. Wie Sie sehen sind wir sehr ruhig hier und ich habe meinen Plan diesen Winter in Wien zuzubringen aufgegeben und rühre mich nicht. Wollen Sie nicht etwas Ruhe hier genießen?? Sie wissen daß es für uns eine große Freude wäre Sie wieder zu haben nach wirklich sehr langer Zeit! Also denken Sie darüber nach Serafico, und, si le cæur vous en dit, sagen Sie sich an. Dieser Tage kommen die Erichs mit sämmtlichen Kindern - bis auf die zwei Mädeln welche in Bayern sind - und bleiben bis über Weihnachten. Später wird uns vielleicht Vera Czernin besuchen. Aber sonst haben wir keine Gäste in Aussicht. Sie sind mir noch immer Ihre weiteren Elegien schuldig!!! Ich beschäftige mich ziemlich angestrengt - habe ein neues Märchen verbrochen, - welches ich in der Schweiz in der Schnelligkeit erfinden mußte den Kindern von Pascha zu Ehren - etwas wirklich für Kinder - Ich lese ziemlich viel - erwarte jetzt das neue Buch von H. Keyserling. - Von Pascha der in Triest ist kann ich nur selten hören - er hat mir einige merkwürdige Briefe - auch über Duino geschrieben. - Alex ist fort par voies et par chemins, und guter Dinge - möchte sich auch riesig freuen wenn Sie kämen. Für mich wäre es eine Wohlthat - Und nun alles Herzliche, hoffe wieder einmal von Ihnen zu hören! MT
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