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“Also richten Sie sich das ein ganz wie Sie wollen…”

Sottoserie:

Lettere di Marie Thurn und Taxis a Rainer Maria Rilke

Segnatura:

129

Data completa:

1918 dic. 27

Descrizione:

Briefwechsel: n. 296

Trascrizione:

Also richten Sie sich das ein ganz wie Sie wollen, Serafico carissimo, je früher Sie kommen desto besser - aber wenn Sie etwas später kommen ist es mir immer recht da ich mich so wie so den ganzen Winter nicht rühren werde. Das kleine Haus von Pascha wird für Sie vorbereitet; Sie werden dorten in einsamer Herrlichkeit hausen können, nur einen Diener oben haben damit Sie nicht zu mutterseelenallein sind. Alles wird dann eingetheilt wie Sie wollen. O Gott wie würde ich mich auf die Elegien freuen!!! Natürlich möchte ich es gerne daß Sie noch Pascha sehen, der sich immer mehr zu einem sehr eigenthümlichen Menschen ausbildet. In manchen Sachen hat er jetzt eine große merkwürdige Ähnlichkeit mit Alex - dabei ein ungemein starkes inneres Leben - und eine rührende Güte - Vieles habe ich Ihnen über ihn, über Marie - und die Kinder zu erzählen - Pascha bleibt vorderhand da zu meiner großen Freu­de, aber bis die Schweizer Grenze offen ist wird er wohl zu seinen Kindern fahren. Ich weiß nicht ob Sie meinen letzten Brief erhalten haben? Bitte also, lieber D. S. theilen Sie sichs ein wie Sie wollen, aber lassen Sie mir a tempo wissen - wenigstens acht Tage früher - damit man das kleine Haus ordentlich durchheizt - außer es ist Ihnen recht einige Tage hier zu bleiben - ich meine im Schloß, - bis es im Häuschen warm ist. - Ich denke daß Vera Czernin mit ihrer wunderschönen Tochter (ein Leonardo, zu merkwürdig!) auch bald kommt. Sonst niemand. Alles Herzliche für jetzt das Neue Jahr und immer! M Taxis Einmal später, hausen wir wieder in Venedig in meiner kleinen Wohnung!
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