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“Serafico carissimo, verzeihen Sie dieses Papier…”

Sottoserie:

Lettere di Marie Thurn und Taxis a Rainer Maria Rilke

Segnatura:

138

Data completa:

1920 lug. 01

Descrizione:

Briefwechsel: n. 314

Trascrizione:

Serafico carissimo, Verzeihen Sie dieses Papier, ich finde momentan kein anderes, und will Ihnen nur sagen daß ich da bin (momentan in einsamer Herrlichkeit mit dem Professor der aber nächstens in Marienbad, Carlsbad etc conzertirt) und Sie erwarte! Kommen Sie nicht zu spät - Wegen der Wohnungsnoth sind unsere kleinen Häuser in einer gewissen Gefahr und es wird gut sein sie sind bewohnt - Ich freue mich so auf Sie - weiß zwar nicht wohin ich Ihnen eigentlich schreiben soll -aber denke doch nach Pratteln, von wo man Ihnen diese Zeilen eventuell nachschickt. Kassner habe ich soeben geschrieben, hoffe er erscheint demnächst. Alex ist in Carlsbad für die Rennen, und in Mzell sitzt alles und jammert. Ich möchte so gerne die ganze Gesellschaft baldmöglichst auf Sommerfrische schikken - Ich trachte fort Nachrichten von Keyserling zu erhalten der in Rußland gefangen war; haben Sie vielleicht etwas von ihm gehört - und wo ist Hoffmansthal? Gestern abends hat der gute Professor zwei Mozart Sonaten gespielt, zum Niederknien - ich habe Sie fort herbeigewünscht. Wir erwarten auch in Juli einen Geiger der einen unbeschreiblichen Strich hat - den sollten Sie auch hören - Also auf Wiedersehen lieber Serafico - wie glücklich werde ich sein die mir noch unbekannten Elegien zu hören! Herzliche Grüße MT
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