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“Nur ein paar Worte Dottor Serafico…”

Lettere di Marie Thurn und Taxis a Rainer Maria Rilke
Segnatura: 43
Data completa: 1912 lug. 27
Descrizione: Briefwechsel: n. 109
Trascrizione: Nur ein paar Worte Dottor Serafico um für Ihre Zeilen vom 23ten zu danken - ich fürchte daß Sie sich wieder ganz ausgeben - ich begreife alles, aber ich kann mir auch denken daß Sie vollkommen gepachtet sind - Sie wollen helfen - aber ist da überhaupt zu helfen ? Mir ist es etwas unheimlich wegen Ihnen - Aber da sind vielleicht wieder andere Mächte im Spiel - Ich habe die weiße Fürstin bekommen (tausend Dank) und gelesen - ich denke wohl daß die D(use) herrlich in der Rolle sein würde - wirklich für sie geschaffen - aber wie wenig Menschen möchten das Stück verstehen, und besonders das Ende, nur angedeutet, verklingend wie ein Traum, möchte der Menge ganz unverständlich bleiben - glaube ich wenigstens. Aber schön ist es, sehr schön! - Wir sind sehr zahlreich gerade jetzt - Menage Titi, Vera Czernin und Gemal, etliche junge Herrn, Russell, morgen Placci - Nächste Woche verflüchtigt sich die ganze Bande - am 7 und 8ten August bin ich mit Placci in Bayreuth. - Ich habe eine kleine Statuette von Titi angefangen die gar nicht schlecht ausfallen könnte - ich möchte sie in Wachs gießen lassen und dann noch recht durchstudieren. - Sie sollten jetzt die Buben von Pascha sehen - Louis ist ein Traum! Aber es ist spät - und ich bin etwas müde - Alles Herzliche Dottor Serafico - von mir, Titi, uns allen MT Ich glaube diese Mme Poletti muß recht «zwider» sein?! 28 - 7 (Sonntag) Heute früh in der Kirche hat Pascha Ihre Gedichte mitgenommen gehabt - es wurden ausnamsweise traurige einfache böhmische Lieder gesungen - La musique exalte toujours si étrangement toutes mes facultès daß ich immer länger darnach «a fluttering heart» behalte - wissen Sie ein Herz das mit den Flügeln zu schlagen scheint wie ein gefangener Vogel - und ich habe einige von Ihren Dichtungen gelesen - die ich doch so genau kenne - Wie zum ersten Male - und neue wunderbare Schönheiten darinnen gefunden - die tragische Maske die den Tod entstellt ... unsere Ahnen die blühen wollten - wir die reifen müssen .... O Dottor Serafico Sie sind ein Gottbegnadeter Mensch - Denken Sie übrigens an mich, gerade jetzt - ich habe trübes und hartes durchgemacht, und mir selbst eine Belobung ertheilt daß ich es so lachenden Mundes ertragen.
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