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“Lieber Serafico. Ich komme mit einer Frage…”

Sottoserie:

Lettere di Marie Thurn und Taxis a Rainer Maria Rilke

Data completa:

1912 nov. 11

Descrizione:

Briefwechsel: n. 132 Manca il foglio contenente "La cortigiana", versione di Marie Thurn und Taxis da "Die Courtisane" di Rilke.

Trascrizione:

Lieber Serafico - Ich komme mit einer Frage; nämlich Fritz hat mir geschrieben was ich Ihnen hier copiere: Damerini voudrait que tu en fasses un, peu plus / de traductions / et que ce fût publié au en volume ou bien si ce n’est pas assez dans une Anthologie ou Revue italienne pour faire connaître et apprécier Rilke au puhlic italien.» Was sagen Sie dazu? Natürlich könnte es nur in einer Revue sein, denn ich könnte gewiß nicht viel übersetzen - aber ist es wirklich möglich, und ist nicht Gefahr daß ein miserablichter Amateur wie ich, Ihre wunderbaren Sachen, verschandelt, weiter gibt. Sie wissen daß ich Ihnen das nicht schreibe aus Complimenten Fischerei wie die Engländer sagen - aber ich bitte Sie - inständigst - mir Ihre Ansicht zu schreiben - zugleich schicke ich Ihnen das letzte übersetzte - sagen Sie mir wie Sie‘s finden? Die drei ersten Gedichte habe ich noch etwas gefeilt ­ nur ein paar Kleinigkeiten (wo mir die strenge Beurtheilung von Placci sehr gut war) z. B. «io in alto alzata» wird mit «io, alto inalzata» ersetzt; dann Esser stata fanciulla - e mai sia vero! statt «che questo sia» - Die erste Elegie ist so ziemlich fertig - oh je oh je!!! die zweite nur angefangen - auch angefangen der Orpheus - und der Heil(ige) Georg in Aussicht - «Uraltes Wehn vom Meere» das ich so liebe ist ganz unmöglich. Letzthin habe ich Erich Ihr Compte rendu von den Planchette-Sitzungen in Duino vorgelesen. Er war ganz erschüttert - und je mehr man es liest, desto mehr frappirt einen das Ganze. Natürlich, denke ich, an Damerini (wenn Sie einverstanden sind) nur die kurzen Gedichte zu schicken; die Elegien wenn ich auch je sie selbst möglich fände - was die eine jetzt noch lange nicht ist, müssen warten daß sie deutsch erscheinen. Und so sollte es auch für die drei kurzen Gedichte sein? Ich hoffe bald von Ihnen zu hören, lieber D. S. - Ihr letzter Brief war herrlich Alles alles Liebe von uns beiden MT Leider leider geht mir der Dosso Dossi wahrscheinlich durch - Überfluß an Schottermangel!! La Cortigiana Il sol di Venezia alle chiome mie fornirà quell‘oro, di ogni alchimista gloriosa meta. Le mie ciglia sono a ponti uguali. Le vedi tu sovrastare al muto periglio degli occhi, che un segreto fato unisce all’acque - sì che il mare in lor cresce e scema e sempre cangia. Chi una volta mi vide, il cane mio invidia - che spesso su di lui, distratta, posa, quella che mai nessun ardor riscalda, la non feribile, l’inanellata mano. E giovanetti, speranze di case antiche, strugge - attossicata - la bocca mia. (Die Courtisane. Gesammelte Werke III 75)
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