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“Ja, lieber Dottor Serafico, Sie haben ganz recht…”

Sottoserie:

Lettere di Marie Thurn und Taxis a Rainer Maria Rilke

Segnatura:

60

Data completa:

1913 feb. 11

Descrizione:

Briefwechsel: n. 145

Trascrizione:

Ja, lieber Dottor Serafico, Sie haben ganz recht - und ich war schon selbst von der Idee abgekommen - Also die Elegien bleiben verborgen und werden nur wenig Eingeweihten producirt. Sie haben mir nichts gesagt gehabt vom Gfen Vilallonga und ich bin froh zu sehen daß Sie nicht ganz in einsamer Herrlichkeit aufgehen - Ronda scheint Ihnen sehr zu gefallen - es ist vielleicht doch die Stadt die Pascha im Traume sah - oder hat «die Unbekannte» ungenau gezeichnet. Ich hoffe daß Pascha bald herkommt und werde froh sein ihn da zu haben. Alex war in Petersburg und fährt fleißig herum. Kassner sehe ich eigentlich nicht viel - er ist sehr mondain - war auch nicht ganz wohl, wieder eine caffé und thé Vergiftung glaube ich. Ich bin sehr vertieft in «Goethe» von Chamberlain - ein schweres Buch aber das einem enorm viel bietet - Sie wissen wie ich Goethe liebe, es ist mir also eine große Freude. Wetter warm, regnerisch - Sie haben wohl schon Frühling und ich beneide Sie - Dottor Serafico Sie spüren daß ich verblödet bin - also schließe ich - alles alles Herzliche! MT
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