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1922 feb. 25 ?

Sottoserie:

Lettere di Rainer Maria Rilke a Marie Thurn und Taxis

Segnatura:

8

Data completa:

1922 feb. 25 ?

Descrizione:

Busta indirizzata contenente originariamente la lettera pubblicata in Briefwechsel, al n. 358.

Trascrizione:

Schon Ihr Telegramm, theuere Fürstin, hatte mich völlig in Besitz Ihrer Freude und Theilnehmung gesetzt -, dann kam noch ein bewegter rascher Brief dazu, mir dieses Eigenthum zu Herzen zu bestätigen. Ich würde Ihnen schon für beides gedankt haben, wenn nicht inzwischen noch eine zweite (nun, soweit ich sehe, ebenfalls abgeschlossne) Arbeit mich ganz in Athem gehalten hätte! Ja, denken Sie, ein solcher Überfluß! - So wie damals neben den ersten großen Elegien (auf Duino), in vor- und nachbewegten Nebenstunden, das Marien-Leben sich einstellen mochte, so ist diesmal eine Reihe von (etwas über fünfzig) Sonetten entstanden, «die Sonette an Orpheus» genannt, geschrieben im Gedächtnis an ein vor zwei Jahren verstorbenes ganz junges Mädchen.­ Ich sende Ihnen, damit Sie sich ungefähr vorstellen können, wie es um diese Sache beschaffen ist, eines der Sonette. (Sie sind übrigens, was die Form angeht, vielfach sehr frei behandelt und gewissermaßen abgewandelt, - dies wäre noch eines der regelmäßigeren ... ) Ich bin sehr froh, können Sie denken! Ob wir uns also in Venedig treffen werden? Aber kommen Sie denn nicht am Ende, hin- oder rückwegs, wieder durch die Schweiz (falls die Kinder noch in Rolle sind?)? Ich gestehe, es hätte einen ganz besonderen charme für mich, liebe Fürstin, Ihnen Ihre Elegien an der Stelle zu lesen, wo sie nun entstanden sind und wo das Ganze zum Abschluß sich ründen durfte. Außerdem verdient das alte Muzot, daß Sie es kennen und überaus verdiente es die herrliche große, großmüthige Landschaft, die schon jetzt anfängt, dem Frühling zuzuneigen. Wann würden Sie denn reisen?! Nun, wir schreiben uns über das Alles bei Zeiten -; es wäre herrlich, kämen Sie her. Tausend Grüße Ihr D.S.
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